National Security Strategy of the United States of America November 2025

Ich zitiere umfänglich Regina Laska aus „x“:




Wer heute überrascht tut über die neue Nationale Sicherheitsstrategie (NSS) der USA, hat die ideologische Entwicklung der letzten Jahre schlicht verpasst.


Project 2025 war kein Warnsignal – es war die Bauanleitung für genau dieses Dokument.

Die Architekten sind längst bekannt: die Heritage Foundation, die metapolitischen Strategen rund um JD Vance – und ihr geistiger Antreiber Peter Thiel.


Man muss bei der neuen NSS nur eines klar unterscheiden:


Trump hat dieses Papier nicht geschrieben.

Er war beschäftigt – mit glitzerndem Goldtand, seinem überdimensionierten Ballsaal, schmeichelnden Höflingen und der Aussicht, bald alle Fleißsternchen im selbstgebastelten Friedensheftchen vollzukriegen, um endlich den Nobelpreis einzuheimsen.


Währenddessen haben die wirklichen Architekten längst durchregiert.

Und weil es so viele vergessen haben, hier die kurze Erinnerung an den gequirlten Müll, der durch Peter Thiels bigotten Kopf mäandert. 


Das Folgende ist nicht etwa meine Erfindung – das ist sein eigenes Denken:


In Thiels Weltsicht braucht die Welt dringend einen „Katechon“.

Der Katechon ist jene Figur, die laut Apostel Paulus den Antichristen zurückhält – bis seine Zeit gekommen ist. Der Aufhalter, der den Lauf der Geschichte kontrolliert.


Und nein, dieser Katechon ist nicht Trump.

Trump ist für Thiel der notwendige Abrissunternehmer, der das Alte zum Einsturz bringt.


Der eigentliche Katechon, der die „Ordnung“ stiften und das neue Machtmodell errichten soll, ist nach dieser Logik JD Vance – der Mann, der bereits in zweiter Reihe wartet.


Genau dieser Ideologie-Shift spiegelt sich jetzt in der NSS:


Europa als „erschöpft“

Migration als „civilizational erasure“.


NATO als Problem

Ukraine als „viable state“ (mehr nicht)

Die USA als Macht, die ihre liberale Phase hinter sich lassen will.


Trump ist nur das grelle Bühnenbild.

Die wirkliche Handschrift stammt von denen, die längst die Nach-Trump-Ära entwerfen.


Die NSS ist kein Dokument eines Präsidenten.

Sie ist die Programmschrift derer, die nach ihm kommen wollen.


Noch nie hat eine US-Regierung ein Dokument vorgelegt, das Europas demokratische Ordnung so radikal infrage stellt. Selbst Putins Wahnsinnsaufsätze wirken dagegen wie Fußnoten.

5⃣ Gründe, die den Wahnsinn auf den Punkt bringen.


1⃣ Noch nie zuvor hat eine US-Regierung:


❌die EU als Bedrohung dargestellt,

❌eine Bevorzugung rechtsextremer Parteien in Europa zur offiziellen Politik erhoben,

❌die NATO explizit zurückbauen wollen,

❌Migration als Sicherheitsrisiko Nr. 1 definiert,

❌Great-Replacement-Rhetorik verwendet,

❌Russland de facto grünes Licht für Einflussräume gegeben.


Das gab es seit 1776 nicht.


UND 2⃣: Es ist gefährlicher als alle Texte Putins — aus einem einfachen Grund: LEGITIMITÄT.


❌ Putin schreibt Pamphlete.

Dieses Dokument ist aber die offizielle US-Sicherheitsdoktrin,

❌ mit globaler Reichweite,

❌ von der größten Militärmacht der Welt,

❌ ausgestattet mit Budget, Diplomatie, CIA, Militär, Bündnissen.


Mit anderen Worten:


👉 Wenn Putin Ideologie schreibt, ist es ein Essay.

👉 Wenn die USA Ideologie schreiben, verändert es das globale Machtgefüge.


UND 3⃣: Das hier ist das erste US-Regierungsdokument, das offen europäische Demokratien delegitimiert.


Noch nie — wirklich nie — hat eine US-Administration erklärt, dass:


❌ europäische Regierungen demokratische Prinzipien „unterwandern“,

❌„Widerstand“ innerhalb Europas gefördert werden soll,

❌Europas Identität ethnisch definiert wird,

❌patriotische Parteien (extreme Rechte) „Hoffnung“ geben.


Das ist ein Tabubruch historischen Ausmaßes.


UND 4⃣: Es ist das erste US-Dokument, das zentrale russische Kriegsziele übernimmt.


❌NATO soll nicht mehr wachsen.

❌Die Ukraine soll nur überleben, nicht gewinnen.

❌Russland soll „strategische Stabilität“ erhalten.

❌Deutschland soll wieder abhängig werden.

❌Das ist gefährlicher als alles, was Putin je geschrieben hat —

weil es amerikanische Politik wird.


UND 5⃣: Es ist das gefährlichste US-Dokument seit Menschheitsgedenken, weil es das Fundament der US-Außenpolitik zerstört


Bisher galt:


✅ NATO stärken

✅ EU als Partner

✅ autoritäre Mächte eindämmen

✅ Demokratie fördern

✅ internationale Ordnung stabilisieren


Dieses Papier kehrt alles um.


👉 Es ist eine Gegenordnung.

👉 Eine Abkehr von 100 Jahren transatlantischer Politik.

👉 Ein Bruch mit der Nachkriegsweltordnung.

Deshalb:

Es ist das gefährlichste US-Regierungsdokument seit Gründung der USA.



Das ist der Sprengstoff, mit dem Trump die europäische Nachkriegsordnung zerlegt!

Die Trump-Regierung hat ihre nationale Sicherheitsstrategie veröffentlicht. Das Kapitel zu Europa UND Deutschland im Speziellen muss man gelesen haben. 

Das ist ein vor apokalyptischer Ideologie triefendes Manifest.


Europa stehe angeblich vor einer „zivilisatorischen Auslöschung“ (civilizational erasure). Migration, sinkende Geburtenraten, Verlust nationaler Identität, Zensur, Unterdrückung der Opposition. Wörtlich: „In 20 Jahren wird der Kontinent nicht wiederzuerkennen sein.“


Und dann dieser Satz: „Innerhalb weniger Jahrzehnte werden bestimmte NATO-Mitglieder mehrheitlich nicht-europäisch sein.“


Das ist nichts anderes als Great-Replacement-Rhetorik in einem offiziellen US-Regierungsdokument.


Die Schuldigen?


Die EU und „transnationale Organisationen“, die „politische Freiheit und Souveränität untergraben“. Europäische Regierungen seien „instabile Minderheitsregierungen, die auf demokratischen Grundprinzipien herumtrampeln“.


Besonders perfide: Eine „große europäische Mehrheit will Frieden“ – aber ihre Regierungen setzen das nicht um, weil sie „demokratische Prozesse unterwandern“.


Heißt übersetzt: Wer die Ukraine unterstützt, handelt gegen den Volkswillen.

Das ist 1:1 Putins Propaganda – jetzt im Wording der US-Regierung.

Und dann kommt der Deutschland-Teil — ideologisch komplett entlarvend.


Der Ukrainekrieg habe „den perversen Effekt“ gehabt, Europas – besonders Deutschlands – externe Abhängigkeiten zu verstärken.


Was ist pervers?


Nicht Putins Angriffskrieg.

Nicht die Bombardierung von Krankenhäusern, nicht die Deportation von Kindern.


Pervers ist, dass Deutschland kein russisches Gas mehr kauft.

Das Papier inszeniert es so, als sei Berlin nicht aus rationalen Gründen einem Kriegsverbrecher entwichen, sondern als habe Deutschland eine Art geopolitische Pflichtverletzung begangen.

Als sei unsere Energiesouveränität ein Fehler, den Washington nun „stabilisieren“ müsse.


Die Botschaft:


Ein Deutschland, das sich von Moskau löst, ist ein Problem.

Ein Deutschland, das energiepolitisch wieder abhängig wird, ist das Ziel.


Das ist nicht Partnerschaft.

Das ist Dominanzdenken – gegenüber Berlin und zugunsten Moskaus.


Die Hoffnung? Wörtlich: „Der wachsende Einfluss patriotischer europäischer Parteien gibt Grund zu großem Optimismus.“

Amerika will „Widerstand gegen Europas aktuellen Kurs innerhalb europäischer Nationen kultivieren“.


Das ist offene Einmischung – und ein klarer Hinweis, wem man politisch den roten Teppich ausrollen möchte: Le Pen, AfD, Orbán und Co.


Zur NATO: Man will „die Wahrnehmung und Realität der NATO als sich ständig erweiternde Allianz beenden“.


Das ist Putins Narrativ. Wort für Wort.

Die USA sind offiziell auf Putin-Kurs gegen die NATO.


Zur Ukraine:


„Survival as a viable state“ – der überfallene Staat darf das Minimum: überleben.


Kein Wort über Souveränität.

Kein Wort über territoriale Integrität.

Kein Wort über Russlands Aggression oder Kriegsverbrechen.

Nur: „Strategische Stabilität mit Russland wiederherstellen.“


Und dann noch der Satz, der die moralische Verkommenheit perfekt macht:


Der Ukrainekrieg habe den „perversen Effekt“ gehabt, Europas Abhängigkeiten zu verstärken – weil Deutschland kein russisches Gas mehr bezieht.


Zusammengefasst:

❌ Europa ist dem Untergang geweiht (Migration, EU, Wokeness)

❌ Die Hoffnung liegt bei den „Patrioten“ (AfD, Le Pen, Orbán)

❌ Die NATO soll schrumpfen

❌ Mit Russland muss man sich arrangieren

❌ Die Ukraine soll „überleben“ – mehr nicht

❌ Deutschland wird dafür kritisiert, dass es sich von russischer Energie gelöst hat


Das ist keine Sicherheitsstrategie eines Verbündeten.


Das ist eine Kriegserklärung an das liberale Europa.


Und ein Liebesbrief an Putin.




Hier für euch die Übersetzung des Teils, der sich konkret auf Europa bezieht, damit niemand sagen kann, ich hab's nicht lesen können, weil es Englisch war.

C. Förderung europäischer Größe
Amerikanische Beamte haben sich daran gewöhnt, über europäische Probleme in Bezug auf unzureichende Militärausgaben und wirtschaftliche Stagnation nachzudenken. Daran ist etwas Wahres, aber Europas eigentliche Probleme liegen tiefer.
Kontinentaleuropa hat Anteile am globalen BIP verloren – von 25 Prozent im Jahr 1990 auf heute 14 Prozent –, teilweise aufgrund nationaler und transnationaler Regulierungen, die Kreativität und Fleiß untergraben.

Aber dieser wirtschaftliche Niedergang wird von der realen und noch deutlicheren Aussicht auf zivilisatorische Auslöschung überschattet. Zu den größeren Problemen Europas gehören die Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Organisationen, die politische Freiheit und Souveränität untergraben, Migrationspolitiken, die den Kontinent transformieren und Konflikte erzeugen, Zensur der Meinungsfreiheit und Unterdrückung politischer Opposition, einbrechende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und Selbstvertrauens.

Sollten die gegenwärtigen Trends anhalten, wird der Kontinent in 20 Jahren oder weniger nicht wiederzuerkennen sein. Daher ist es alles andere als offensichtlich, ob bestimmte europäische Länder Volkswirtschaften und Streitkräfte haben werden, die stark genug sind, um zuverlässige Verbündete zu bleiben. Viele dieser Nationen verdoppeln derzeit ihren gegenwärtigen Kurs. Wir wollen, dass Europa europäisch bleibt, dass es sein zivilisatorisches Selbstvertrauen zurückgewinnt und seinen gescheiterten Fokus auf regulatorische Erstickung aufgibt.

Dieser Mangel an Selbstvertrauen zeigt sich am deutlichsten in Europas Beziehung zu Russland. Die europäischen Verbündeten genießen einen erheblichen Vorteil an harter Macht gegenüber Russland nach fast jedem Maßstab, abgesehen von Atomwaffen. Infolge des russischen Krieges in der Ukraine sind die europäischen Beziehungen zu Russland jetzt stark abgeschwächt, und viele Europäer betrachten Russland als existenzielle Bedrohung. Das Management der europäischen Beziehungen zu Russland wird erhebliches diplomatisches Engagement der USA erfordern, sowohl um Bedingungen strategischer Stabilität auf der eurasischen Landmasse wiederherzustellen als auch um das Risiko eines Konflikts zwischen Russland und europäischen Staaten zu mindern.

Es liegt im Kerninteresse der Vereinigten Staaten, eine zügige Einstellung der Kampfhandlungen in der Ukraine auszuhandeln, um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren, eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern und die strategische Stabilität mit Russland wiederherzustellen sowie den Wiederaufbau der Ukraine nach den Kampfhandlungen zu ermöglichen, damit sie als lebensfähiger Staat überleben kann.

Der Ukraine-Krieg hatte den perversen Effekt, Europas, insbesondere Deutschlands, externe Abhängigkeiten zu verstärken. Heute bauen deutsche Chemieunternehmen einige der weltweit größten Verarbeitungsanlagen in China und nutzen russisches Gas, das sie zu Hause nicht bekommen können. Die Trump-Administration befindet sich im Widerspruch zu europäischen Beamten, die unrealistische Erwartungen an den Krieg hegen, sitzend in instabilen Minderheitsregierungen, von denen viele auf grundlegenden Prinzipien der Demokratie herumtrampeln, um die Opposition zu unterdrücken. Eine große europäische Mehrheit will Frieden, doch dieser Wunsch wird nicht in Politik umgesetzt, größtenteils wegen der Unterwanderung demokratischer Prozesse durch diese Regierungen. Dies ist für die Vereinigten Staaten strategisch wichtig, gerade weil europäische Staaten sich nicht reformieren können, wenn sie in einer politischen Krise gefangen sind.

Dennoch bleibt Europa strategisch und kulturell lebenswichtig für die Vereinigten Staaten. Der transatlantische Handel bleibt eine der Säulen der Weltwirtschaft und des amerikanischen Wohlstands. Europäische Sektoren von der Fertigung über Technologie bis hin zur Energie gehören weiterhin zu den robustesten der Welt. Europa beherbergt Spitzenforschung und weltweit führende kulturelle Institutionen. Wir können es uns nicht nur nicht leisten, Europa abzuschreiben – dies zu tun wäre selbstzerstörerisch für das, was diese Strategie erreichen will.

Die amerikanische Diplomatie sollte weiterhin für echte Demokratie, Meinungsfreiheit und unapologetische Feiern des individuellen Charakters und der Geschichte der europäischen Nationen eintreten. Amerika ermutigt seine politischen Verbündeten in Europa, diese Wiederbelebung des Geistes zu fördern, und der wachsende Einfluss patriotischer europäischer Parteien gibt tatsächlich Anlass zu großem Optimismus.

Unser Ziel sollte sein, Europa zu helfen, seinen gegenwärtigen Kurs zu korrigieren. Wir werden ein starkes Europa brauchen, das uns hilft, erfolgreich zu konkurrieren, und das mit uns zusammenarbeitet, um zu verhindern, dass irgendein Gegner Europa dominiert.

Amerika ist verständlicherweise gefühlsmäßig an den europäischen Kontinent gebunden – und natürlich an Großbritannien und Irland. Der Charakter dieser Länder ist auch strategisch wichtig, weil wir auf kreative, fähige, selbstbewusste, demokratische Verbündete zählen, um Bedingungen der Stabilität und Sicherheit zu schaffen. Wir wollen mit verbündeten Ländern zusammenarbeiten, die ihre frühere Größe wiederherstellen wollen.

Langfristig ist es mehr als plausibel, dass innerhalb weniger Jahrzehnte spätestens bestimmte NATO-Mitglieder mehrheitlich nicht-europäisch werden. Daher ist es eine offene Frage, ob sie ihren Platz in der Welt oder ihr Bündnis mit den Vereinigten Staaten auf dieselbe Weise sehen werden wie diejenigen, die die NATO-Charta unterzeichnet haben.

Unsere allgemeine Politik für Europa sollte Folgendes priorisieren:
• Wiederherstellung von Stabilitätsbedingungen innerhalb Europas und strategischer Stabilität mit Russland;
• Europa zu befähigen, auf eigenen Füßen zu stehen und als Gruppe verbündeter souveräner Nationen zu operieren, einschließlich der Übernahme der Hauptverantwortung für seine eigene Verteidigung, ohne von irgendeiner gegnerischen Macht dominiert zu werden;
• Kultivierung von Widerstand gegen Europas gegenwärtigen Kurs innerhalb europäischer Nationen;
• Öffnung europäischer Märkte für US-Waren und -Dienstleistungen und Sicherstellung fairer Behandlung von US-Arbeitern und -Unternehmen;
• Aufbau der gesunden Nationen Mittel-, Ost- und Südeuropas durch Handelsbeziehungen, Waffenverkäufe, politische Zusammenarbeit sowie kulturellen und Bildungsaustausch;
• Beendigung der Wahrnehmung und Verhinderung der Realität der NATO als sich ständig erweiterndes Bündnis; und
• Ermutigung Europas, Maßnahmen gegen merkantilistische Überkapazitäten, Technologiediebstahl, Cyberspionage und andere feindliche Wirtschaftspraktiken zu ergreifen.

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